Shop

reitsport MAGAZIN Ausgabe März 2009



Titel

Früher war alles besser!?
Das bekannte Sprichwort trifft im Großen und Ganzen nicht auf die Pferdehaltung zu. Hier hat es in den letzten drei Jahrzehnten einige positive Veränderungen gegeben – es wird mehr Wert auf eine pferdegerechtere Haltung gelegt.
Ausschreibungen wie „Deutschland sucht den Superstall“ spornen an. Präsentationen von vorbildlichen Ställen geben wertvolle Anregungen. Dennoch sieht es längst nicht in allen deutschen Ställen so aus, wie Vierbeiner es verdienen und Pferdefreunde es erwarten. ...weiter im Heft

Sport

Leer lebt vom Ossi-Cup
Was die Parcoursbauer den Reitern im Großen Preis der 13. Ostfriesischen Pferdewoche in den Weg stellten, war nur auf den ersten Blick leicht zu meistern. Am besten kam mit dem Parcours der Rütenbrocker Hartwig Rohde klar. Ulex hieß das Siegerpferd.
Der in den Niederlanden gezogene achtjährige Wallach trug den Rütenbrocker im Stechen um den Großen Preis in 38,51 Sekunden fehlerfrei zum Sieg. Insgesamt kamen nur fünf von 30 Startern ins Stechen. „Es war schwer genug“, fiel dazu Hartwig Rohde ein, der mit Ulex 2008 bei den Emsländischen Bezirksmeisterschaften den ersten S-Sieg errang und eine Woche vor Leer beim Springpferdefestival Lathen das zweite S-Springen in der noch jungen Karriere des Wallachs für sich entschied. ...weiter im Heft

Gutes Pflaster für Tom Berg
Die Reitanlage des RFV Braunschweig war nach 2008 nun zum zweiten Mal der Austragungsort eines hochkarätigen Turniers des Dressurreiterclubs Niedersachsen.
Erfolgreichster Reiter war der 20-jährige Abiturient Tom Berg (RFV Holdorf) aus Damme. Seit seinem fünften Lebensjahr sitzt er schon im Sattel und seit gut zwei Jahren reitet er den siebenjährigen Lamborghini. In einer S*-Prüfung belegte er den ersten Platz mit Lamborghini (68,25 %) und den zweiten mit Robin (67,83 %). Rang Drei teilten sich Jill Mieleszko (RFV Höfelhof) auf dem 16-jährigen Holsteiner Hannibal und Lena Teichert (Dötlingen) auf Polano. ...weiter im Heft

Springfestivals in Gehrde und Lathen
Ein Jungspund und das Familienunternehmen Tebbel zeigten spannenden Springsport.
Rund 500 Zuschauer erlebten beim Springfestival in der Reitanlage Leo König im Gehrder Ortsteil Klein Drehle Reitsport allererster Güte. Den Großen Preis von Klein Drehle holte sich der dreifache Deutsche Meister Rene Tebbel. Dasselbe Pferd – nur ein anderer Reiter: 2008 siegte René Tebbel im Sattel der heute 13-jährigen Stute Kira Bell beim schwersten Hallenreitturnier des Emslandes, dem Springpferdefestival Lathen.

...weiter im Heft

Reportage

Hauptstadt der Reiterei
Vor mehr als 100 Jahren war nicht Warendorf die „Hauptstadt der Reiterei“ sondern Hannover. Nachdem Preußen sich des Königreichs Hannover bemächtigt hatte, wurde im Jahr 1866 das „Königlich preußische Militär-Reitinstitut“ von Schwedt an der Oder nach Hannover verlegt.
Mit dem neuen Institut kam eine große Zahl an Militäreiter und Reitpferde in die Stadt. Dies belebte den Handel, das Handwerk und die Gastronomie. Später in den zwanziger und dreißiger Jahren trug jene Einrichtung den Namen Kavallerieschule Hannover. Die Erfolge seiner Reiter auf nationalen und internationalen Turnieren  verhalfen der damaligen Provinzstadt zu dem Ruf einer Hauptstadt der Reiterei. ...weiter im Heft

Immer mit der Ruhe
„Ich wäre im Traum nicht drauf gekommen, mein Pferd im Westernstil zu reiten“, erklärt Caroline Bataller aus Hamburg. Doch nach einer Bandscheiben-Operation wagte sie den Versuch und ritt ihre bis S-Dressur ausgebildete Hannoveranerstute im vergangenen Sommer zum ersten Mal in der neuen Reitweise.
Dressurreiten war mit meinem Rücken in der ersten Zeit nach der Operation nicht möglich. Die langsam und schwunglos gerittenen Gänge im Westernreiten boten eine Alternative.“ Da Reiterin und Pferd sich gemeinsam auf Neuland begaben, half eine Westernausbilderin bei den ersten Versuchen.
Die zehnjährige Hannoveranerstute hatte keine Probleme mit der einhändigen Zügelführung, allerdings war sie irritiert von den für sie neuen Hilfen.

...weiter im Heft

Persönliches

Ein starkes Team
Nach schlechten Phasen im Leben folgen bekanntlich auch wieder bessere Zeiten. So war es auch bei Springreiterin Esther Stürke, die 2008 eine fulminante Erfolgsserie in der grünen Saison hinlegte und das Goldene Reitabzeichen verliehen bekam.
Nach der Trennung von meinem langjährigen Freund vor zwei Jahren haben mir meine Pferde Gyon und Hildago sehr viel Halt gegeben,“ schaut die 28-jährige Werbekauffrau auf den Sommer 2007 zurück. „Da habe ich mir einfach die beiden Wallache geschnappt, bin zum Turnier gefahren oder nur mit einem von beiden ausgeritten und habe mich um sie gekümmert.“ Scheinbar spürten die beiden Pferde, dass ihre Reiterin nicht ganz so gut drauf war, waren eine große Stütze und gaben sportlich alles. ...weiter im Heft

Charlott(e) die Prinzessin
Anna Junkmanns achtjährige Brandenburger Stute Charlott, deren Stallname je nach Aussprache „Charlotte“ oder „Scharlodde“ lautet, ist in mehrfacher Hinsicht ein Ausnahmepferd. Sie ist bildschön. Sie ist talentiert. Sie ist von sich und ihren Fähigkeiten absolut überzeugt – eben eine Prinzessin.
Es ist nach wie vor schwierig, mit ihr mal eben um die Halle zu reiten und eine Dorfrunde ist ohne Begleitpferd nahezu unmöglich. Aber während einer Prüfung ist Charlotte hochkonzentriert und genießt die Aufmerksamkeit der Zuschauer – nach dem Motto: ‚All eyes on me!’. Und in der Startbox verwandelt sie sich irgendwie in Wonderwoman. Selbst wenn andere sie noch nicht für einen Promi halten – sie sich schon“, lacht Anna Junkmann. ...weiter im Heft

Hohe Ziele
Zielstrebig und dynamisch – Julia Krajewski weiß, was sie will. Und man glaubt ihr, wenn sie erklärt: „Mein Ziel für 2009 ist, zum ersten Mal eine Drei-Sterne-Vielseitigkeit erfolgreich zu beenden“.
Mit welchem Pferd, das weiß ich noch nicht – hoffentlich mit Lost Prophecy und Leading Edge“. Mit beiden Pferden war die 20-jährige Buschreiterin schon mehr als erfolgreich in Zwei-Sterne-Prüfungen unterwegs.
Im November 2008 verlegte die Reiterin mit ihren Eltern den Wohnsitz von Klausheide in der Grafschaft Bentheim nach Lingen in den Landkreis Emsland, dem Sitz ihres Stammvereins RFV Lingen.
...weiter im Heft

Praxis

Weidepflege richtig – Eine Jahresplanung
Bis vor kurzem war man in der Landwirtschaft wie im Naturschutz davon ausgegangen, dass Grasland – also Wiesen und Weiden – eine vorwiegend künstlich durch die Nutzung des Menschen geschaffene Kulturlandschaft sei.
Ohne den Menschen und seine Haustiere, so dachte man, wäre Europa mehr oder weniger bewaldet gewesen. Deutschland stellte man sich als einen Urwald vor. Zur Freude der Großtierhalter darf festgestellt werden: Diese Lehrmeinung ist inzwischen sehr ins Wanken geraten, denn leider vergaß man dabei die Tiere – Tiere, die nachweislich zu allen Warm- und Kaltzeiten (Eiszeiten) des Quartär –, also des Zeitalters, in dem wir leben, hier vorhanden waren: Elefanten, Nashörner, Riesenhirsch, Pferde, Esel, Rinder ... ...weiter im Heft

Schlechte Aussichten
„Hätte mein damaliger Lebensgefährte nicht so schlimmes Asthma und eine Pferdehaar-Allergie gehabt, wäre ich vielleicht nie auf die Curly Horses gekommen“, erzählt Daniela Söhnchen aus Hückeswagen. Zufällig hörte sie vor zehn Jahren von der außergewöhnlichen Rasse und „testete“ sie sogleich an ihrem Lebensgefährten – mit Erfolg.
Allergiker reagieren auf Proteine, die in den Hautschuppen der Pferde vorkommen. Das Besondere an den Curlys ist, dass sie im Fell weniger und kleinere Allergene als andere Pferderassen haben. Das ist jedenfalls die wissenschaftliche Erklärung dafür, dass Pferdehaar-Allergiker, die durch den Kontakt zu Pferden einen Asthmaanfall bekommen, gar keine oder zumindest eine geringere Reaktion auf die Curlys zeigen. ...weiter im Heft

Runde um Runde
„Zehn Minuten Schritt reiten, am hingegebenen Zügel und auf großen Linien!“, tönt die Stimme des Reitlehrers schon in der allerersten Reitstunde durch die Halle. Welche Bedeutung hat das Schrittreiten überhaupt in der Reitausbildung? RM-Redakteurin Birgit Salchow hat nachgefragt.
Bevor man mit der lösenden Arbeit im Trab beginnen kann, muss sich die Gelenkschmiere im Gelenk verteilen, Bänder und Sehnen müssen warm werden. Weit verbreitet ist die Meinung, dass längeres Schrittreiten für das Pferd nur von Vorteil sein kann. ...weiter im Heft

Inhalt








Das nächste Heft erscheint am 29.09.2010


Aktuelles



Umfrage September
Fahrradhelm
Reitkappe
sowohl als auch


Schnappschuss der Woche

Das Reitsport Magazin ist offizielles Mitteilungsblatt der Pferdesportverbände