reitsport MAGAZIN Ausgabe April 2009



Titel

Quadrillenreiten im Niedersächsischen Landgestüt Celle
Im Landgestüt Celle hat das Quadrillenreiten bereits eine lange Tradition. Die Große Dressurquadrille mit 24 Hengsten, seinerzeit von General a. D. Horst Niemack konzipiert, wird mit ihrer 17 Minuten langen Tour bereits seit 1951 unverändert gezeigt.
Dieses Bild von ausdrucksstarken und prächtig herausgebrachten Hengsten und den Gestütsbeamten in königlich-hannoverscher Galauniform zeigt sich in jedem Jahr bei den traditionellen Hengstparaden auf dem von alten Gebäuden und herrrlichen Bäumen umgebenen Paradeplatz.

Für diese Quadrille sowie für die Konzeption neuer Quadrille-Figuren bei verschiedenen Auftritten der Celler Reiter und Hengste – beispielsweie bei Pferdemessen oder großen Turnieren - sind Hauptsattelmeister Fred Müller und Obersattelmeister Ole Köhler zuständig, der diese mit dem imposanten Schimmelhengst Santini anführt.
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Sport

Reitsportspektakel in Bremen
Rund 36.000 Zuschauer lockte das Bremer Pferdesportfestival „euroclassics“ in diesem Jahr in den AWDdome. Nachdem am ersten Wochenende drei Tage den Westernreitern, den Voltigierern, dem regionalen Nachwuchs und den Vereinen in und um Bremen gehörte, waren in der zweiten Woche die internationalen Dressur- und Springreitereliten am Start.
Die erste Woche war ein ganz toller Auftakt der euroclassics“, zog Turnierveranstalter Dr. Kaspar Funke nach zwei Turnierwochen eine äußerst positive Bilanz. „Insbesondere die Integration der Vereine aus und um Bremen ist eine Sensation geworden, die das Vereinsleben nachhaltig fördert“. Und wie, dass erlebten die 9500 Zuschauer im AWDdome am Showabend der Vereine. Großer Andrang und Menschenschlangen vor dem Einlass zum AWDdome sorgten für 20 Minuten Verzögerung. ...weiter im Heft

Exzellente Bilanz
Das internationale CSI4*/CDI4*Braunschweig vom 12. bis 15. März verwandelte die Stadt Braunschweig in eine Hochburg des Reitsports. Vom ersten Tag an begeisterten emotionalen Prüfungsformen, sportlichen Titelentscheidungen und das unterhaltsame Rahmenprogramm die insgesamt 32.000 Zuschauer in der Volkswagen Halle.
Unser neues Konzept geteilter Veranstaltungsabschnitte ist von den Zuschauern gut angenommen worden und hat uns zusammen mit dem guten Vorverkauf  einen neuen Zuschauerrekord beschert. Zusätzlich haben mehr als 50.000 Zuschauer die Löwen Classic live im Internet verfolgt“, zeigt sich Axel Milkau, Turnierleiter der Löwen Classics zufrieden, „Schon am Samstag mussten wir die Tageskassen schließen, weil einfach keine Karten mehr zu bekommen waren. ...weiter im Heft

Pferde in Top Form zeigen Arbeitseifer
Profis unter sich traf man beim Late Entry Dressurturnier in Buchholz-Vaensen.
Knapp über dreißig Viereckkünstler hatten hier ihre Pferde gesattelt und dem Niedersächsischen Dressurclub (DRC) mit 108 Nennungen ein, laut DRC-Inititatorin Silvia Burfeind, wirkliches „Traumergebnis“ beschert. Zumal auch große Namen auf der Reitanlage von Heiner Behr am Start waren – unter ihnen Olympionikin Heike Kemmer, Kathrin Meyer zu Strohen oder auch Hartwig Burfeind. ...weiter im Heft

Late Entry-Turniere
Im Pferdesportverband Weser-Ems boten in den letzten Wochen die Late Entry- Turniere einige Gelegenheiten, in der neuen Saison in den Wettkampf zu starten.
Turniere gab es für die Dressurreiter am 21./22.02. in Cappeln bzw. Vechta und am 15.03. in Rulle. Die Springreiter kamen am 24.02. nach Rulle und am 04.03. nach Vechta. Erfreulich und allen Events gemeinsam war hierbei, dass die LE-Termine sehr gut angenommen wurden und guter Reitsport zu sehen war. Offensichtlich besteht tatsächlich großes Interesse (und zwar bei Dressur- und Springreitern gleichermaßen), sich selbst und die Pferde gezielt unter Turnierbedingungen und in unterschiedlichen Reithallen vorzustellen, noch mehr Routine zu bekommen und sich auf die „grüne Saison“ vorzubereiten. ...weiter im Heft

Mandy Goosen Siegerin im Großen Preis
Ein technisch sehr anspruchsvoller Parcoursbau machte das Hallenturnier spannend.
Mit dem Namen Hartwig Rohde werden die Sögeler Reitertage auf lange Zeit verbunden bleiben. Der 36-jährige Bereiter im Stall Tieben (Rütenbrock) siegte bereits fünfmal in Folge im Großen Preis von Sögel und brachte es bis zum Hallenreitturnier 2009 auf insgesamt sechs Siege in S*-Springen. Jetzt fand der gelernte Bürokaufmann seine Meisterin in Mandy Goosen vom RV Oldenburger Münsterland. ...weiter im Heft

Reportage

Sportattitüden auch bei Fohlen erkennbar
Viele Faktoren spielen bei der Beurteilung von Fohlen eine Rolle. Und eine Garantie, dass aus dem viel versprechenden Nachwuchs ein tolles Reitpferd wird, gibt es natürlich nicht. Wir haben mit Hannovers Zuchtleiter Dr. Werner Schade und Oldenburgs Zuchtleiter Dr. Wolfgang Schulze-Schleppinghoff zwei Experten befragt, auf was sie achten.
Wann ist für sie der beste Zeitpunkt für die Beurteilung?
Dr. Schade:
Mit mindestens zwei bis drei Wochen und maximal vier, fünf Monate bis zu einem halben Jahr. Die ersten Wochen braucht es einfach, bis sich das Gewebe stabilisiert hat und zum Beispiel eine Anfangs sehr weiche Fesselung gestrafft hat. Nach einem halben Jahr wird es wegen der unterschiedlichen Wachstumsphasen schwierig.
Dr. Schulze-Schleppinghoff: Pauschal kann man das nicht sagen, manche Fohlen brauchen zwei Monate, bis sie sich zurecht wachsen, manche marschieren am zweiten Tag nach der Geburt schon los. Die Proportionen verändern sich kontinuierlich und nach einigen Monaten werden die Fohlen länger im Rücken – da muss man in der Beurteilung Rücksicht nehmen.
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Kulissen für die große Bühne
Der Parcoursbau für das einzige CCI****-Turnier in Deutschland ist eine Jahresaufgabe auf Weltklasse-Niveau und ein Fall für Global Player.
Weltweit gibt es insgesamt nur fünf solcher Prüfungen. Vier davon werden in Europa ausgetragen. Standorte sind Badminton und Burghley mit den Horse Trials in Großbritannien, Pau in Frankreich mit den bekannten Ètoiles des Pau und die Horse Trials in Luhmühlen für Deutschland. Eine Vier-Sterne-Vielseitigkeit findet in den USA statt, in Lexington im Bundesstatt Kentucky mit den Rolex Kentucky Three Days. ...weiter im Heft

Futter und Fitness
Neben dem Training ist die richtige Ernährung die zweite Säule für sportlichen Erfolg. Sie bestimmt maßgeblich die körperliche Fitness und damit auch die Voraussetzung für das Training. Fitness und körperliches Wohlbefinden steigert die Leistungsfähigkeit, besondere Belastungen können verarbeitet werden.
Ernährungsphysiologische Konzepte sind in den letzten Jahrzehnten nicht nur für den Menschen entwickelt worden, sondern längst beim Sportpartner Pferd angekommen. Die individuelle Zusammenstellung einer gesunden und nähr- wie ballaststoffreichen Ernährung ist eine komplexe Angelegenheit. Grundsätzlich gilt aber: je höher die Leistungsanforderungen, desto größer der Anspruch und der Bedarf an die Ernährung. ...weiter im Heft

Persönliches

Liebe auf den ersten Blick
Reiten ist ihr Leben. Sportlich und auch ehrenamtlich widmet sich Mareike Schulte dem Pferdesport so wie sie alles tut: Zielstrebig, verantwortungsbewusst und mit ganz viel Power.
Dass Mareike Schulte sich auf den ersten Blick in Romaine verliebt hat, damals vor knapp fünf Jahren, das kann wohl jeder  verstehen, der die zierliche Stute sieht: Hochbeinig, elegant und einfach irgendwie sehr damenhaft, präsentiert sich die neunjährige Dressur-Diva. „Wir kamen von Anfang an super miteinander zurecht, haben miteinander und voneinander gelernt“, erinnert sich die 16jährige an den Beginn der gemeinsamen Karriere. ...weiter im Heft

Enthusiasmus und Berufung
„Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst niemals in deinem Leben zu arbeiten“ – dieses Zitat des chinesischen Philosophen Konfuzius steht nicht nur für Dressurreiter und Ausbilder Philipp Hess vom Dressur-, Ausbildungs- und Turnierstall Hof Bettenrode, sondern auch für die meisten Mitarbeiter seines jungen und sehr motivierten Teams.
Dem 31-jährigen Pferdewirtschaftsmeister wurde 2005 aufgrund seiner Dressurerfolge das Deutsche Reiterabzeichen Klasse I in Gold verliehen. Und so ist für ihn das Ausbilden von Dressurpferden sowie deren Vorstellung auf Turnieren bis zur schweren Klasse nicht Beruf, sondern vielmehr Berufung. Seit nunmehr fast zehn Jahren lebt er auf dem Hof seiner Großeltern auf einer Hochebene im Buntsandsteingebiet des Reinhäuser Waldes und leitet den Betrieb, wobei an erster Stelle die gewissenhafte Versorgung der ihm anvertrauten Pferde steht. ...weiter im Heft

Praxis

Spielerisch zum langfristigen Erfolg
Bei der Ausbildung unserer Reitpferde bin ich bemüht, dass den Pferden ihr „ich“ gelassen wird. Jedes Pferd hat seine Persönlichkeit und seine Bewegungsqualität. Diese sollten möglichst erhalten bleiben und mit der Zeit und Arbeit weiter geformt und zum Ausdruck gebracht werden.
Immer wieder muss ich beobachten, wie viele Reiter ihre Pferde in eine für sie existierende Schablone drücken, wodurch diese wie abgestumpfte “Lektionssklaven“ wirken. Dadurch wird langfristig die Ausstrahlung und harmonische Leichtigkeit eher gedrosselt als gefordert.
Insbesondere bei den jungen Pferden muss darauf geachtet werden, die Reiterhilfen impulsartig ein zu setzen und nicht als Dauerdruck. Ein Pferd hat zu lernen, einem Impuls zu folgen. Langfristig mit viel Druck gegebene Hilfen stumpft ein Pferd ab.
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"Alles meins!"
Wenn es um das Äppeln geht, wundert sich so mancher Reiter über den Eigensinn seines Pferdes. Welche Verhaltensbiologie steckt dahinter? RM-Redakteurin Berit Salchow hat nachgefragt.
Mein 18-jähriger Wallach möchte in der Reithalle immer gerne an den Äppeln der anderen Pferde schnuppern. Bei einer genauen Untersuchung der Äppel flehmt er, setzt seinen Haufen oben drauf und riecht dann noch ein Mal an seinem Werk“, schmunzelt Angelina Joost aus Winsen. ...weiter im Heft

Inhalt






Das nächste Heft erscheint am 29. Februar




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