reitsport MAGAZIN Ausgabe Mai 2010



Titelthema

Musik hat ihren Wert
Ob „The Final Countdown“, die Fanfare zur Siegerehrung oder akribisch zusammengestellte Küruntermalung: Musik gehört zu den Reitturnieren wie Richtertische und Siegerschleifen. Jeder Song muss, wie bei anderen öffentlichen Veranstaltungen auch, bei der GEMA angemeldet und bezahlt werden.
Wenn öffentlich Musik gespielt wird, profitiert der jeweilige Musiker davon. Die allermeisten sind in der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) organisiert, die dafür sorgt, dass die Nutzung der Werke vergütet wird. Auch Reitturniere sind keine Ausnahme: Jedes Lied, das durch die Lautsprecher dröhnt, hat seinen Wert. „Grundsätzlich sind alle Amateurveranstaltungen mit weniger als 1.000 Besuchern über eine Vereinbarung zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der GEMA abgedeckt“, berichtet Martin Otto, bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zuständig für Pferdebetriebe und -vereine. ...weiter im Heft

Sport

Große Spende und großer Sport
Mit stehenden Ovationen für den Sieger des Großen Preises, Maurice Tebbel, und für die erste Spende in Höhe von 40.000 Euro feierten die Besucher den Abschluss des dreitägigen Benefiz-Springturniers in der Reithalle Eltern des RFV Haselünne zugunsten des „Vereins zur Förderung krebskranker Kinder Münster“.
Christel Hüttemann, Vorsitzende des Münsteraner Vereins, Maurice Tebbel und Dr. Monika Pöppelmann von der kinderonkologischen Station der Uniklinik Münster strahlten um die Wette. „Das war großer Sport, den wir hier erlebt haben“, war auch Turnierinitiator Ralf Prekel begeistert, auch wenn er selbst das Stechen um den Großen Preis zum Bedauern des Publikums nicht erreicht hatte. ...weiter im Heft

Aufgalopp im Reiterstadion
Nach dem Motto „Raus aus der Halle, rein in den Busch“ waren die Vielseitigkeitsreiter Ende März beim Military Meeting in Hannover aus dem Winterschlaf aufgewacht. 140 Nennungen gab es in drei Abteilungen der Klasse L, darunter die ersten Qualifikationen für den Derby Eventing Cup „Nord-Junioren“ und den Compagel Eventing Cup.
Turnierleiter August Schmidt vom Reiterverein Hannover hatte in weiser Voraussicht seine Gummistiefel in den Kofferraum gepackt. „Das ist immer ein gutes Omen, damit`s nicht regnet“, scherzte er gut aufgelegt, nachdem der letzte Reiter trockenen Hufes ins Ziel galoppiert war. Rund 20 Nennungen mehr als im Vorjahr konnte er verbuchen. Denn die Busch-Bedingungen in Hannovers Reiterstadion gelten auch über die niedersächsische Landesgrenze hinaus als hervorragend. ...weiter im Heft

Starke Leistungen bei den Ponys
Grete Linnemann, Charlott-Maria Schürmann, Lena Schütte, Carolin Fehlings und Sabrina Finke drückten im Pferdesportzentrum Vechta der ersten von zwei bundesweiten Sichtungen zum Preis der Besten Dressur nachhaltig ihren Stempel auf.
Dabei schaffte es die 13-jährige Grete Linnemann als einzige Reiterin der zweitägigen Veranstaltung gleich beide Sichtungsprüfungen in der Ponyklasse für sich zu entscheiden. „Mit dem Erfolg konnten wir vor Vechta nicht rechnen. Grete hat den siebenjährigen Hengst White Gold B erst seit fünf Wochen unterm Sattel“, kannte Trainerin Janina Siemers als Erfolgsursache nur, „Grete ist super geritten und der Hengst hat alles gegeben“. ...weiter im Heft

Dreifacher Erfolg für Bergmann
Lara Bergmann vom RFSV Insel Poel gewann im Sattel des 20 Jahren alten Ponys Playback die drei M-Springen der großen Tour beim Pony-Event in Hollage.
Drei M-Springen auf einem Turnier habe ich noch nie gewonnen“, so die amtierende Hallenmeisterin Springen in Mecklenburg-Vorpommern sowie Junioren- und Junge Reiter Landes-Vielseitigkeitsmeisterin auf dem Großpferd. Die Schülerin der siebten Klasse des Gymnasiums Bad Schwartau hat es durch Ferien auf die Insel Poel in den dortigen Reitverein verschlagen. Bergmann stellte einen neuen Hallenrekord auf. „Der wird so schnell nicht gebrochen werden“, freute sich Turnierleiter Klaus Böning nicht nur über den „großen Sport“, sondern auch über die Akzeptanz des Turniers mit rund 3.200 Besuchern. ...weiter im Heft

Persönliches

Nach dem Abi nach Australien
Schon als Dreijährige saß Juliana Kaup auf Pony Susi – und ritt allmorgendlich in den Kindergarten. Heute ist sie eine begeisterte Vielseitigkeitsreiterin.
Die 17-jährige Juliana Kaup wirkt anfangs sehr ruhig und zurückhaltend, weiß aber, was sie will und das erreicht sie meistens auch. Sie selbst nennt sich pragmatisch und minima-listisch, ist aber auch ehrgeizig und zielorientiert. So leicht bringt sie nichts aus der Ruhe.
Juliana Kaup wuchs in einem kleinen Dorf bei Bremervörde auf. Ihre reiterliche Laufbahn begann auf den Ponys „hinterm Haus“. Mit Schulponys startete sie dann in den ersten Reitwettbewerben.
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Praxis

Anflug der Quälgeister
Der lange harte Winter hat der Natur zu schaffen gemacht. Gibt es nun auch weniger Insekten? Leider nicht!
Im Gegenteil: Experten des Bundesforschungsinstitutes haben festgestellt, dass ein feuchter Herbst und ein feuchtes Frühjahr verbunden mit einem nicht zu kalten Winter eher dazu führt, dass die sich die Insektenpopulationen verringern. Auf längere Kälteperioden sind die Tiere eingestellt: Sie fressen sich im Herbst ein dickes Polster an Reservestoffen an, verfallen mit Einbruch des Winters in eine Art Überwinterungsstadium und können so niedrige Temperaturen über lange Zeit ertragen. Wir müssen uns also auf den Anflug der brummenden und surrenden Plage einstellen. ...weiter im Heft

Frühjahrsputz für den Pferdeanhänger
Zwar haben Pferdeanhänger meist nur eine geringe Kilometer-Laufleistung, müssen aber dennoch sorgfältig gewartet werden. Selbst unbenutzten Anhängern drohen Schäden oder Verschleiß durch Witterungseinflüsse.
Die häufigsten Alterungsschäden sind: Korrosion an Bremsen, Radlagern und Anschlusssteckern, marode Leitungen oder überalterte Reifen, einsatzbedingte Schäden sind ramponierte Rückleuchten, fehlende Rückstrahler oder lädierte Aufbauten. Mindestens einmal jährlich oder alle 10.000 Kilometer sollte der Hänger zur Inspektion. Reparaturarbeiten an tragenden Teilen, sowie der Bremsanlage sollten nur von einer autorisierten Fachwerkstatt ausgeführt werden. ...weiter im Heft

Kleiner Einstich mit großer Wirkung
Eine normale Spritze kann die empfindliche Pferdevene verletzen, wenn die Venenwand versehentlich durchstochen wird. Im schlimmsten Fall ist eine Thrombose die Folge. Die Geschichte des Wallachs Royal Straight zeigt, wie wichtig Früherkennung und Vorbeugung sind.
Eigentlich wäre es ein Routine-Eingriff gewesen. Royal Straight hatte sich einen Einschuss im Vorderfußwurzelgelenk zugezogen. Um die Schwellung schneller abklingen zu lassen, entschied sich der behandelnde Hoftierarzt, dem zweijährigen Wallach eine Spritze gegen die Entzündung zu geben. Als die Kanüle bereits in der Vene steckte, begann das Nachwuchspferd plötzlich, sich zu wehren und an der Hand seiner Besitzerin Isabell Dinklage zu steigen. „Alles ging so schnell, dass ein Entfernen der Kanüle gar nicht möglich war“, erinnert sie sich. ...weiter im Heft

Lady trägt Pink
Bei der Frage „Soll das Pferd mit oder ohne Halfter auf die Weide?“ scheiden sich die Geister – beide Varianten haben Vor- und Nachteile.
Freiwillig würde ich mein Pferd niemals mit Halfter auf die Weide stellen, das Verletzungsrisiko ist einfach zu hoch“, meint Lynn Harms aus Braunschweig. „Doch leider ist es in meinem jetzigen Stall vorgeschrieben, dass die Pferde ihre Halfter draußen aufbehalten.“ Die Besitzerin einer 14-jährigen Traberstute steht vor dem gleichen Problem wie viele Einsteller in Pensionsställen. In großen Betrieben ist es verständlich, dass die Pferde auf der Weide Halfter tragen. ...weiter im Heft

Inhalt






Das nächste Heft erscheint am 29. Februar




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