In Süddeutschland haben bereits viele Ställe die Chance ergriffen und in erneuerbare Energien investiert. Sie statteten die Dächer von Stallgebäuden und Reithallen mit Solaranlagen aus. Damit erschließt sich für den Stallbetreiber nicht nur eine neue Einnahmequelle. Gleichzeitig tut er etwas für die Umwelt.
Wer mit der Installation einer Photovoltaik-Anlage liebäugelt, muss zunächst überprüfen, ob sich seine Dächer für den Einsatz eignen würden. „Wichtige Voraussetzung ist die Dachneigung, um möglichst hohe Erträge und damit eine Einspielung des Investments zu garantieren. Ideal ist ein direkt nach Süden ausgerichtetes Dach mit einem Neigungswinkel von 60 Grad. Leichte Abweichungen davon sind ebenfalls noch als günstig zu bewerten. Wichtig ist außerdem, dass das betreffende Dach keine wesentlichen Verschattungen etwa durch große Bäume oder ähnliches aufweist“, erklärt Ronald Upmann vom Bundesverband Solarwirtschaft. Eine Abweichung nach Südwest/Südost oder Neigungen zwischen 25 und 60 Grad verringern den Energieertrag nur geringfügig. Das Dach sollte intakt sein und die nächsten 25 Jahre nicht sanierungsbedürftig werden....weiter im Heft
Sport
Gelungene Veranstaltung
Als die Gewinner des CCI****, Tankers Town und Sharon Hunt, nach der Siegerehrung das satte Grün des Luhmühlener Turnierplatzes verlassen hatten, wehte so etwas wie ein Hauch von Wehmut über der Westergellerser Heide. Bereits wenige Tage später begannen die Bauarbeiten, die den Grasplatz und die bisherigen Vorbereitungsvierecke in einen Allwetterboden verwandeln sollen.
Es war eine mehr als gelungene Abschlussveranstaltung, denn die Besetzung des Viersterne-CCI, das zur hoch dotierten HSBC-Serie gehört, ließ kaum Wünsche offen. Die starken Neuseeländer, für die Luhmühlen ebenfalls eine Standortbestimmung war, waren gekommen, und die Franzosen, die sich nun auch im Ausland der Konkurrenz stellen. ...weiter im Heft
Eine Klasse für sich
Als Deutschlands einziges „großes“ Dressur- und Springturnier am zweiten Juni-Wochenende konnten die Summer Classics in Isernhagen mit einem wirklich hochkarätigen Starterfeld aufwarten.
Blitzschnell hatten die Organisatoren reagiert, als Balve die Deutschen Meisterschaften, die ursprünglich an diesem Wochenende ausgetragen werden sollten, zurückgab, und kurzerhand das Isernhagener Turnier um eine Woche vorverlegt. Für nationale Championate erlässt die FN einen Terminschutz, das heißt, es dürfen zum gleichen Zeitpunkt keine größeren Turniere stattfinden. Da außer dem Reit- und Fahrverein Isernhagen kein Veranstalter reagierte, waren die Summer Classics quasi konkurrenzlos. Ein Umstand, der vermutlich im voll gepackten Turnierkalender einmalig bleiben wird....weiter im Heft
"Goldene Peitsche" geht in die Niederlande
Mit Jeroen Dubbeldam, Olympiasieger 2000 in Sydney, hat zum ersten Mal ein Niederländer beim Burgturnier Nörten-Hardenberg die begehrte „Goldene Peitsche“ gewonnen.
Vor ausverkauftem Haus – rund 4.000 Besucher säumten den Parcours – blieb der 37-jährige Dubbeldam als einziger der neun Teilnehmer im Stechen fehlerfrei. Mit dem elfjährigen Wallach BMC Van Grunsven Simon aus dem Besitz der Brüder von Anky van Grunsven musste er schon als Zweiter in den Stechparcours. „Als ich fertig war, habe ich gedacht, das war zu brav“, sagte der strahlende Sieger mit Blick auf seine nicht allzu schnelle Zeit. „Aber ich habe doch alles richtig gemacht.“ ...weiter im Heft
Vierter Platz für Hergen Forkert
Das Blaue Band, der Sieg im Hamburger Derby, ging in diesem Jahr an Carsten-Otto Nagel, Falk Rosenbauer und Grete Linnemann. Und fast wäre Hergen Forkert aus Bremen der bislang größte Erfolg seiner Karriere im Hamburger Derby-Parcours gelungen.
Die Planke nach dem Wall, Pulvermanns Grab, die Holsteiner Wegesprünge – alle Klippen dieses Traditionsparcours in Hamburg-Klein Flottbek hatte sein Holsteiner Condor ohne Fehler gemeistert, ausgerechnet auf dem großen Wall war der 13-jährige, der seinen sechsten Derbyparcours ging, für einen kurzen Moment unaufmerksam, und die Stange des Ricks fiel zu Boden. ...weiter im Heft
Frederic Meyer wiederholt Vorjahres-Sieg
Der Reiterverein Beedenbostel mit seinem großzügigen Geländepark war in diesem Jahr Ausrichter der Landesmeisterschaft der Pony-Vielseitigkeitsreiter. Außer dem anspruchsvollen Geländekurs für die Ponyreiter hatten die Parcourschefs Günter Pape und Gerd Marwede sechs weitere Geländestrecken gebaut.
In 35 Prüfungen gingen 500 Teilnehmer an den Start. Schon seit Jahren ist das Turnier in Beedenbostel fester Bestandteil im Turnierkalender der Vielseitigkeitsreiter im norddeutschen Raum. Nicht nur der zweibeinige Nachwuchs geht hier gern an den Start, viele Routiniers nutzen die Gegebenheiten, ihre jungen Pferde auf größere Aufgaben vorzubereiten. ...weiter im Heft
Persönliches
Abschied vom Pony-Sport rückt näher
Maja Faßhauer aus Hastenbeck bei Hameln reitet ihr letztes Ponyjahr. Schon jetzt bedauert sie das, bereitet sich aber auch auf den Umstieg vor.
Mit der Reitponystute Escada gehört die junge Amazone, die im Oktober 16 Jahre alt wird und für den RFV Emmerthal startet, zum hannoverschen Landeskader. Die von Sabine Goldberg in Uetze gezogene neunjährige Stute von Astor-Kastellano wurde sowohl 2008 als auch 2009 vom Verband Hannoverscher Pony- und Kleinpferdezüchter für besondere Leistungen im Sport ausgezeichnet....weiter im Heft
Verbogene Kunst
Sie hat wirklich einen guten Draht zur Natur: Ortrud Pierson, die hannöversche Künstlerin, die aus widerspenstigem Karnickeldraht zauberhafte Tierskulpturen biegt.
Verdutzt stockt der kleine Terrier, der am weitläufigen Grundstück der Piersons vorbei spaziert, bellt dann aufgeregt los: Wer guckt denn da so keck über den Gartenzaun? Ein Draht-Hund nur, doch so lebensecht, dass Passanten – ob Mensch oder Tier ihn nicht von einem echten Vierbeiner unterscheiden können: „Ich versuche meine Tiere so realistisch wie möglich nachzubilden“, erzählt Ortrud Pierson, die drahtige Lady, die seit mehr als zehn Jahren schlichten Maschendraht zu bezaubernden Lebewesen verbiegt. ...weiter im Heft
Praxis
Konzepte und Methoden
Alternative Heilmethoden haben sich als sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin, sowie bei chronischen Krankheiten, Altersproblemen, Bewegungsstörungen oder
Verhaltensauffäligkeiten bewährt. RM-Autorin Meike Böltes hat die Wichtigsten zusammengestellt.
➜ Akupressur … beruht auf den Grundlagen der TCM.
➜ Akupunktur … ist eine der ältesten ganzheitlichen Heilmethoden und Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
➜ Osteopathie … wurde vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828 – 1917) begründet.
➜ Homöopathie ....ist eine ganzheitliche Heilmethode, begründet von dem Arzt Christian Samuel Hahnemann (1755 – 1843) und basierend auf der Simileregel: Ähnliches kann mit Ähnlichem geheilt werden.
➜ Chiropraktik ....ist ein uraltes Heilverfahren, mit dessen Hilfe Blockaden der Wirbelsäule behandelt werden.
➜ Physiotherapie … wird angewendet bei Erkrankungen des Bewegungs- und Muskelapparats und als Prophylaxe. ...weiter im Heft
Vorsicht, Schleudergefahr!
Anti-Schleuder-Systeme sollen helfen, Unfälle von Gespannen zu vermeiden.
Schlingerdämpfer und Gespannstabilisierungen an Zugfahrzeugen sind vielen ein Begriff,
entsprechende Aggregate für Anhänger hingegen nicht – obwohl es sie teils schon lange gibt. RM-Autor Andreas Haude beschreibt ihre Wirkungsweise.
Autofahrer, die öfter einen Anhänger am Haken haben, kennen das: Ab gewissen Geschwindigkeiten oder bei ungünstigen äußeren Einflüssen wie Seitenwind oder Spurrillen wird das Gespann unruhig und instabil. Es beginnt zu schlingern und schaukelt sich schlimmstenfalls immer weiter auf. Unsachgemäße Beladung des Hängers, zu gering ausgenutzte Stützlast, zu niedriger Reifendruck sowie defekte oder nicht vorhandene Stoßdämpfer begünstigen die Schlingerneigung....weiter im Heft
Waschen, Schneiden, Föhnen, bitte!
„Eine Wahnsinns-Arbeit ist das“, seufzt Lea Hahmann. „Anfangs bekam ich vom Mähne verziehen Blasen an den Händen. Ich hatte den Dreh noch nicht raus und habe immer versucht, zu viele Haare auf einmal auszureißen. Zum Üben teilten mir meine Kollegen zuerst auch nur die ganz braven Stuten zu, die mir mein hilfloses Gerupfe nicht übel nahmen.“
Dicke Mähnen sind schwer einzuflechten und werden daher ausgedünnt. Das Verziehen ist die klassische Methode, um die Mähne zum Einflechten gleichmäßig kürzer und dünner zu bekommen. Bei empfindlichen Pferden, die sich gegen das Verziehen wehren, kann zum Ausdünnen anstatt des Verziehkammes eine Effilierschere benutzt werden. Ein Verziehmesser hat sich zum Kürzen dünner Mähnen bewährt, ohne dass die Mähne danach „geschnitten“ aussieht. Nicht alle Pferdeleute mögen es leiden, doch manche greifen auch ganz einfach zur Schere. ...weiter im Heft