Kurz hinter der niedersächsischen Landesgrenze findet in diesem Jahr eines der Top-Events im Fahrsport statt: die Weltmeisterschaft der Ein-, Zwei- und Vierspänner-Ponyfahrer. In Greven unweit von Münster werden vom 13. bis 16. August rund 90 Gespanne aus 18 Nationen erwartet.
Zum ersten Mal wird damit ein Weltchampionat für Ponyfahrer in Deutschland ausgetragen. Für die „Schützlinge“ um Bundestrainer Ewald Meier steht viel auf dem Spiel, waren sie doch bei allen bisherigen Weltmeisterschaften (2003 Karlstetten/AUT; 2005 Catton Hall/GBR und 2007 Dorthealyst/DEN) in der Mannschaftswertung stets an der Spitze. Doch der Bundestrainer ist zuversichtlich, auch in diesem Jahr eine schlagkräftige Truppe um sich versammeln zu können. Auf mehreren Turnieren wurden die potentiellen Kandidaten gesichtet, die letzte und entscheidende Auswahl wurde nach den Deutschen Meisterschaften in Minden getroffen. „Nicht nur die einzelnen Leistungen sind ausschlaggebend, wichtig sind Konstitution und Gesundheit der Ponys und die Perspektive, die ein Fahrer mit seinem Gespann bietet“, erklärt Meier das Auswahlverfahren, an dem der gesamte Fahrausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees beteiligt ist....weiter im Heft
Sport
Gelungener Neustart
Unter neuer Regie, mit neuem Namen und einer deutlichen sportlichen Aufwertung fanden Mitte Juli die hannoverschen Landesmeisterschaften im Reiterstadion Hannover statt. Zufriedene Reiter und viele Zuschauer honorierten die Bemühungen des Verbandes – es war ein rundum gelungenes Reiterfest in der Landeshauptstadt.
Zum ersten Mal hatte der Pferdesportverband Hannover seine Landesmeisterschaften in Eigenregie organisiert. Und dafür hatten sich die Verantwortlichen mächtig ins Zeug gelegt, allen voran die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Aber auch viele ehrenamtliche Kräfte standen mit Rat und Tat zur Seite, unter anderem zeichnete Fritz Fricke für den Dressurbereich verantwortlich, Parcourschef Heiko Wahlers kümmerte sich um den gesamten Springbereich, Klaus Kiesel organisierte die Logistik im Stall. Entstanden war das, was man sich gewünscht hatte, und was auch bei den Zuschauern ankam: ein „Wir-Gefühl“. ...weiter im Heft
Der Tebbel-Hattrick
Zum ersten Mal in der Geschichte der Weser-Ems-Meisterschaften gingen drei Meistertitel an Vater und Sohn: Rene Tebbel holte sich die Schärpe bei den Reitern, Sohn Maurice war bei den Springreiter-Junioren und Ponyreitern das Maß aller Dinge.
Die Cloppenburger Reitertage waren zum siebten Mal Ausrichter der Weser-Ems-Meisterschaften. Mit 2.200 Nennungen für 1.300 Pferde und 550 Reiter verzeichnete das Turnier in diesem Jahr ein Rekordergebnis, über das sich nicht nur Angela Schrandt und Alfred Borchers vom gastgebenden Verein freuten. „Toller Sport, tolle Bedingungen. Cloppenburg ist ein Vorbild für die Region“, lautete denn auch das Fazit der in Vechta lebenden Britin Mandy Goosen, die sich im Namen aller Teilnehmer für das hervorragend organisierte Turnier bedankte. ...weiter im Heft
Triumph der Buschreiter
„Dass ich noch gewinnen würde, habe ich eigentlich nicht geglaubt, aber ich war wohl einfach dran“, kommentierte Andreas Dibowski seinen Aachener Sieg im Fernsehinterview.
Mit FRH Serve Well hatte Dibowski seinem Dressurergebnis von 42,7 Punkten lediglich 2,4 Zeitstrafpunkte hinzu gefügt. Auf dem zweiten Platz folgte Ingrid Klimke mit FRH Butt’s Abraxxas, Dritter wurde Dirk Schrade mit King Artus. Mehr als zufrieden war „Dibo“ auch mit seinem Zweitpferd, der neunjährigen FRH Fantasia, mit der er Platz acht belegte. Viertes Team-Mitglied der Siegermannschaft war Bettina Hoy mit Ringwood Cockatoo. ...weiter im Heft
Imke Harms unschlagbar
Das Turnier in Isernhagen gehört zu den besten Veranstaltungen Deutschlands. Das haben die Verantwortlichen nun schriftlich – und dies sogar schon zum zweiten Mal. Erneut zeichnete der Club Deutscher Springreiter (CDS) die RFV-Veranstaltung als eines der besten drei nationalen Turniere aus.
Und so war die Konkurrenz in diesem Jahr wieder groß. Meredith Michaels Beerbaum, Markus Beerbaum, der „frischgebackene“ Deutsche Meister Philipp Weishaupt, die Deutsche Meisterin von 2008 Eva Bitter sowie weitere international erfahrene Parcoursspezialisten, sie alle traten im 20. Großen Preis von Isernhagen an. ...weiter im Heft
Tischlein deck dich!
Zu Gast bei den „Siebenberger Strolchen“
Wer hat schon mal vom Pferderücken aus einen Tisch gedeckt? Oder gar Wäsche an die Leine gehängt? Diese Möglichkeiten boten sich den mehr als 250 Teilnehmern des 5. Ostfriesischen Breitensporttages in Logabirum, den der Freizeitreiterhof Anne Zimmer und der Reitverein „Siebenberger Strolche e.V.“ über zwei Tage veranstaltet haben. ...weiter im Heft
Reportage
50 Jahre Araberzucht und Tierpark
Rund 100.000 Besucher kommen alljährlich in den Tierpark Ströhen und das dort gelegene Vollblut-Arabergestüt der Familie Ismer in der Nähe von Wagenfeld zwischen Sulingen und Diepholz.
In der typisch flachen Landschaft Norddeutschlands idyllisch gelegen umfasst das Gestüt Ismer ein rund 200 Hektar großes Gelände mit 80 Hektar Grünland, 70 Hektar intensiv genutztem Ackerland, 50 Hektar Wald und Tierpark mit natürlichen Seen und Wasserläufen sowie zehn Hektar Hoffläche. Gebäude und Stallungen sind im Fachwerkstil erbaut und erhalten. ...weiter im Heft
Genussvoll gesund leben
Wohlbefinden, Spaß und gute körperliche Verfassung sind keine Selbstverständlichkeit. Viel zu leicht gehen sie im Alltags-Trott verloren. Mit einem kleinen Wegweiser wollen wir aufzeigen, dass es für die Gesundheit wichtig ist, für sich selber ein wenig mehr Aufwand zu treiben. Genial, wenn auch das Pferd davon profitiert.
Für eine glückliche Lebensführung ist aktive Gesundheitsstrategie erforderlich. Wer Raubbau mit seinem Körper und seiner Seele betreibt, sich nicht pflegt und nachlässig mit der Gesundheit umgeht, wird eher die negativen Folgen des Alterns spüren, damit wahrscheinlich belastet sein oder gesundheitliche Probleme bekommen. Berufliche und private Beanspruchung im Alltag können zu Stress-Situationen führen. Es gilt die Balance zwischen Anspannung und Erholung zu finden. ...weiter im Heft
Persönliches
Reiten ist ihr Leben
Noch in der „Pamperszeit“ im zarten Alter von nicht einmal ganz zwei Lenzen saß Anna-Lisa Theile bereits auf dem Rücken eines Ponys. Das Reiterblut hat sie von ihrer Mutter Anja Backhus-Theile – in der Dressur erfolgreich bis Klasse S – mit in die Wiege bekommen. Und Tochter Anna-Lisa ist auf dem besten Wege ebenso erfolgreich wie ihre Mutter zu werden, sie sogar im sportlichen Wettstreit zu überholen.
Inzwischen ist Anna-Lisa Mitglied im Pony-Dressurkader des Pferdesportverbandes Weser-Ems und verfehlte nur hauchdünn bei den diesjährigen Meisterschaften in Cloppenburg Edelmetall. Nicht einmal zwei Punkte trennten die Reiterin des RV Ahlhorn mit ihrem neunjährigen Ponywallach Puccini von der Bronzemedaille. ...weiter im Heft
Praxis
"Dieser Reitstall ist elektronisch überwacht!"
Es gibt gute Nachrichten aus dem Niedersächsischen Landeskriminalamt: Die Zahl der Einbrüche in Reitanlagen ist rückläufig.
Wir können im Vergleich mit den Vorjahren feststellen, in Reitanlagen wird deutlich weniger eingebrochen als noch vor wenigen Jahren“, berichtet Kriminal-Hauptkommissar Frank Federau. Als Grund für diesen erfreulichen Trend nennt der Pressesprecher des LKA Niedersachsen durchweg bessere Sicherheitsvorkehrungen. „Es hat ein Umdenken stattgefunden"....weiter im Heft
„Bitte holen Sie Moritz aus dem Spieleparadies ab …“
Spielzeug in der Box.
Rumms! Der zehnjährige Willy rennt mit dem Kopf gegen das von der Decke hängende Spielzeug vor seiner Boxentür und schleudert es gegen die Tür. Er ist wütend. Die anderen Pferde durften schon auf die Weide, nur er muss noch warten. Das ist die typische Situation, in der Willy sein Spielzeug „benutzt“. Zusätzlich liegt in der Einstreu der Box ein sogenannter „Horseball“, ein Gummiball mit Griff. Einziger Zweck dieses Spielzeugs: Es wird darauf geäppelt. ...weiter im Heft