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reitsport MAGAZIN Ausgabe September 2008



Titel

... das wird schon!
„Rauf aufs Pferd – das wird schon!“ ist der denkbar ungünstigste Beginn einer Reiterkarriere. „Der Anfänger gehört an die Longe, bis er im Sitz weit genug gefestigt ist und keine Angst hat. Bietet eine Reitschule keine Longenstunden an, würde ich sie gleich abhaken“, meint Bereiter Jens Schelcher und nennt damit nur ein Kriterium bei der Suche nach dem passenden Reitunterricht.
Für einen Reitanfänger gibt es einige Anhaltspunkte, um eine geeignete Reitschule zu finden. Die FN vergibt Gütesiegel für Ausbildungsbetriebe, die dadurch für ihre Ausbildungs-Schwerpunkte vom Unterricht für Reitanfänger bis zum Turnierreiter gekennzeichnet werden. Etwa 1000 Betriebe sind inzwischen so gekennzeichnet und werden regelmäßig überprüft. Das sind im Verhältnis zur Menge der existierenden Ausbildungsbetriebe noch nicht viele. Geht die Suche nach einer gekennzeichneten Reitschule in der eigenen Umgebung leer aus, kann oft der Landesverband des entsprechenden Bundeslandes helfen, der einen guten Überblick hat und den Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben pflegt. ...weiter im Heft

Sport

Niedersachsens Goldjungs
Sie holten sich nicht nur jeder einen nassen Hosenboden im Wassergraben bei der Siegertaufe, sondern auch jeweils einen Deutschen Meistertitel im Springen: die beiden Freunde Josch Löhden (PSV Hannover) und Maurice Tebbel (PSV Weser-Ems). Auch sonst waren die niedersächsischen Teams im schick herausgeputzten Reiterstadion Hannover erfolgreich unterwegs.
Auf Wassermassen waren die Macher des Turniers, Dr. Wilhelm Kröncke, Andreas Viebrock und Volker Wulff (En Garde) mehr als vorbereitet. Aber der Himmel hielt die Schleusen dicht. Mehr noch: die über 300 jugendlichen Spring- und Dressurreiter aus dem gesamten Bundesgebiet bekamen vier Tage Reitwetter vom Feinsten geschenkt. Und damit eine perfekte Kulisse für sportliche Höchstleistungen. ...weiter im Heft

Party im Park
Der Renn- und Reitverein und der Reiterverband Oldenburg feierten im Rasteder Schlosspark sechs Tage lang 60. Geburtstag. 30.000 Besucher feierten mit.
Mit der Zuschauerresonanz war Wolfgang Teske, Leiter der Turnierorganisation, schon nach drei Tagen zufrieden, erst recht aber zum Ende der größten Turnierveranstaltung ihrer Art in Deutschland. Das Rasteder Schlosspark-Turnier mit den Meisterschaften des traditionsreichen Oldenburger Reiterverbandes kam erneut ganz frisch daher. „Ein rundes Bild, das wir in sechs Tagen erleben durften“, zog Oldenburgs Reiterchef Hans Fleming ein positives Fazit. Es wurde die ganze Palette des Breitensports ländlichen Charakters und nationalen Spitzensports mit internationaler Besetzung präsentiert. Dabei kamen die „Rasteder“ nicht als Perfektionisten daher, sie haben kritischen Freunden gegenüber immer ein offenes Ohr. ...weiter im Heft

Das junge Viereck
Das Internationale Dressur- und Springfestival in Verden war wieder der Höhepunkt der Saison für die Dressursportbegeisterten aus aller Welt. Herrliche junge Pferde mit starken Bewegungen stellten sich in der Reiterstadt vor. Der größte Zuschauermagnet waren die seit elf Jahren ausgetragenen Weltmeisterschaften der fünf- und sechsjährigen Dressurpferde.
Für eine Überraschung sorgte der Don Frederico-Sohn Dramatic unter Jana Freund (RV St. Georg Kevelaer), der in der Qualifikationsprüfung nur auf dem 35. Platz gelandet war. Er gewann aber mit Höchstnoten das Kleine Finale und qualifizierte sich so für das Große Finale. Das Paar startete gleich an zweiter Stelle und brillierte in allen Lektionen, so dass die Richter für den Trab eine 9,6  für den Schritt eine 8,5, für den Galopp eine 8,8, für die Durchlässigkeit eine 7,8 und für den Gesamteindruck eine 9,2 vergaben. Mit einer Gesamtnote von 8,78 lag Dramatic während der gesamten Konkurrenz und so wurde am Ende der Hannoveranerhengst Dramatic unter Jana Freund Weltmeister bei den sechsjährigen Dressurpferden.

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Turniere im Cuxland
Im Landkreis Cuxhaven sind alljährlich drei große Pferdesportveranstaltungen Anziehungspunkt für mehr als 70.000 Besucher.
Traditionell beginnt das Duhner Wattrennen im Juli mit seinem einzigartigen Pferderennen auf dem Meeresgrund (das Reitsport Magazin berichtete) und setzt sich mit den Elmloher Reitertagen und dem Dobrock-Turnier in Wingst fort. Die 58. Elmloher Reitertage und das 101. Dobrock-Turnier zogen rund 40.000 Pferdesport-Fans ins Cuxland. Die Reiter schwärmen von den beiden Veranstaltungen und die Prominenz lässt nicht auf sich warten. Olympiasieger Jeroen Dubbeldam kam zum Dobrock und versprach: „Hier war ich nicht zum letzten mal.“ Die Großen Preise in Elmlohe und Dobrock holten sich allerdings zwei Frauen und nicht die vorher favorisierten Springsportgrößen. Inga Czwalina, ehemals Rauert, von der Insel Fehmarn siegte  mit Mr. Jones in Elmlohe und die erst 24-jährige Britin Mandy Goosen – mittlerweile in Vechta zuhause – brillierte mit ihrem Schimmel Little Tinka im Großen Preis auf dem Dobrock. ...weiter im Heft

Persönliches

Olympia-Trainer der „Aussis“
Als Nationaltrainer der Australischen Olympia-Mannschaft im Springen nimmt mit Gilbert Böckmann (48) ein weiterer Niedersachse an den Reiterwettbewerben in Hongkong teil.
Die Ausbildung von Reiter und Pferd liegt mir besonders am Herzen. Es macht viel Spaß zu sehen, wie sich junge Paare weiter entwickeln und plötzlich die Leistung zeigen, auf die man hin gearbeitet hat,“ gibt Gilbert Böckmann Einblicke in sein tägliches Trainingprogramm. Als er vor eineinhalb Jahren auf Vermittlung von Bekannten Lehrgänge in Australien gab, waren die australischen Funktionäre vom Böckmannschen Reitunterricht so angetan, dass sie ihn kurzerhand zum Nationaltrainer machten.

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Fahrtsport, Fußball & Fun
Die Zwilinge Niels und Sven Kneifel sind sportliche Jungs. Mit 16 Jahren spielen sie Fußball im Verein und fahren ehrgeizig Ponygespanne. Ihr großes Ziel: Deutscher Meister im Fahrsport werden.
Das hat ihr Vater Diethelm (51) schon viermal geschafft, dazu kommen unzählige gute Platzierungen auch international bei den Pony-Viererzügen. Natürlich können sich die Brüder nicht mehr daran erinnern, aber zumindest wissen sie, dass sie schon als Säuglinge von ihren Eltern mit zu Fahrsportturnieren genommen worden sind. „Bei den Fahrern herrscht eben eine klasse Atmosphäre,“ sind sich beide Kneifels einig.

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Praxis

Leinen-Freunde
Das Pferd die ganze Zeit über von hinten zu sehen, erscheint auf den ersten Blick vielleicht wenig reizvoll, doch der Fahrsport hat seine Vorzüge. Wer einmal auf den Kutschbock saß, der möchte drauf bleiben.
Ich kenne viele Fahrer, die zuerst geritten sind und dann irgendwie beim Fahrsport hängen blieben. Allein das ganze Geschehen drumherum setzt schon mehr Adrenalin frei als zum Beispiel eine Dressurprüfung, und es ist durch die drei Disziplinen eine große Herausforderung“, erzählt Zweispännerfahrer Rudolf Huber, der Mitglied im A-Kader ist. Dressur-, Hindernis- und Geländefahren sind die drei Disziplinen, in die das Fahren im Turniersport unterteilt ist.

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Alte Zöpfe
Ordentlich bezopft in die Springprüfung oder lieber mit wehender Mähne im Parcours unterwegs? Beide Möglichkeiten haben ihre Besonderheiten. Berit Salchow fragte nach.
PRO: Geschmackssache
Eine eingeflochtene Mähne gehört für mich zum Turnierreiten einfach dazu. Eine Ausnahme dazu bildet für mich nur eine ordentlich geschnittene Stehmähne, aber das ist Geschmackssache. CONTRA: Offene Mähne ...
Eine schöne Mähne muss fürs Turnier nicht eingeflochten werden. Gepflegt soll sie sein, ordentlich
frisiert und gewaschen, wie auch das gesamte Pferd. Dann ist gegen einen Start mit offener Mähne nichts einzuwenden.
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GesundheitsSPEZIAL

Wenn die Tränen fließen ...
Die so genannte „Mondblindheit“ bei Pferden wird schon seit jeher gefürchtet. Bis vor einigen Jahren war sie sogar noch ein Hauptmangel gemäß der damals geltenden „Kaiserlichen Verordnung zum Viehhandel“. Tatsächlich ist die Periodische Augenentzündung die Hauptursache für das Erblinden von Pferden. Man spricht von einer weltweit betroffenen Pferdepopulation von immerhin zehn Prozent.
Ursächlich für die Erblindung sind Entzündungen bestimmter Gewebeschichten im Augapfel des Pferdes. Was genau jedoch der Auslöser ist, ist bis heute unbestimmt. Bis vor kurzem war man sich in der medizinischen Welt ziemlich Sicher, dass der Auslöser in einem Befall mit Bakterien, so genannten Leptospiren, zu suchen ist. Immerhin wurden im Kammerwasser vieler betroffener Pferde Antikörper dagegen gefunden. Doch nach neuesten Forschungen betrachtet man die Periodische Augenentzündung als eine Krankheit, die den Auto-Immun-Erkrankungen zuzuordnen ist. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um eine Art Allergie handelt, die gegen verschiedenste Stoffe bestehen kann. ...weiter im Heft

Gut zu Huf!
Hufpflege – darunter verstehen die meisten Reiter das Auskratzen der Hufe und eine Kosmetik in Form von Fetten, die man von außen aufbringt, damit die „Schuhe“ hübsch glänzen. Tatsächlich fängt die Hufpflege aber ganz woanders an. Nämlich bei der Fütterung.
Schlechte Hufe sind oft die Folge falscher Hufbearbeitung und – noch öfter – Folge falscher Fütterung. Werden in der Fütterung Fehler gemacht, wirkt sich das auch immer auf die Qualität des Hufhorns aus. Viele Futtermittelhersteller haben das erkannt und bieten nun allerlei besondere „Huf-Formeln“ an, die bei entsprechender Dosierung das Hufhorn verbessern sollen. In der Regel tun sie das sogar. Leider nicht langfristig. Wird das Präparat abgesetzt, verschlechtert sich das Horn wieder. Auf Dauer ist so also kein „Huf“-Staat zu machen.

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Schon gehört?
Beim Pferd sind Ohrenerkrankungen relativ selten. Sie beschränken sich im Allgemeinen auf Ekzeme oder Entzündungen die aus mechanischer Einwirkung resultieren. Meist haben diese Einwirkungen aber auch andere, nicht sofort sichtbare Ursachen.
Beispielsweise Extoparasiten wie Milben, Läuse, Haarlinge und auch der Biss der Gnitzen (Allergie/Sommerekzem) lösen Juckreiz aus, das Pferd scheuert sich die Ohren wund oder gar blutig. Nur wenige Erkrankungen am Ohr werden durch spezifische Erreger, die nur das Ohr betreffen hervorgerufen. Meist sind dann außer der Haut am Ohr auch die restliche Haut oder große Teile davon betroffen. ...weiter im Heft

Service

Rasse und Klasse
Traditionell finden am letzten Wochenende im September sowie am ersten Wochenende im Oktober die Celler Hengstparaden auf dem von historischen Gebäuden und alten Baumbeständen umgebenen Paradeplatz statt.
Pünktlich mit dem Glockenschlag der Turmuhr über dem Grabenseestall beginnt um 13 Uhr ein etwa dreistündiges Programm. In 20 abwechslungsreich zusammengestellten Programmpunkten werden alle Hengste (zurzeit etwa 200) an der Hand, unter dem Reiter oder vor den historischen Kutschen vorgestellt. Höhepunkte sind stets die große Dressurquadrille oder die bis zum Dreizehnspänner gezeigten Gespannvorführungen. Prächtig herausgebrachte Hengste, funkelnde Geschirre und historische Uniformen machen die Veranstaltungen für jeden Besucher zu einem besonderen Erlebnis.

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Malwettbewerb – "Mein Traum-Showpferd“
Ein Rappe mit wallender Mähne, ein freches Zirkuspony oder doch lieber ein eleganter Schimmel mit glitzerndem Zaumzeug? Wie stellen sich Kinder von fünf bis 16 Jahren ihr Traum-Showpferd bei der „Nacht der Pferde“, der großen Pferdegala auf der Messe Pferd & Jagd 2008 in Hannover vor?
Vom 1. September bis 25. November 2008 können junge Künstler und Pferdefans ihre Ideen zu Papier bringen und an den Veranstalter, Fachausstellungen Heckmann GmbH, Stichwort: „Malwettbewerb Nacht der Pferde 2008“, Hohenzollernstr. 4, 30161 Hannover, schicken. ...weiter im Heft

Inhalt








Das nächste Heft erscheint am 29.09.2010


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