Im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung in Hannover hat der Beirat Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die neuen FN-Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln (ADMR) verabschiedet. Sie treten zum 28. April in Kraft.
Die ADMR enthalten Nachweis- und Untersuchungsverfahren, die Art der Verstöße und die Art möglicher Sanktionen. „Vieles davon stand schon immer in der LPO, war aber an verschiedenen Stellen verankert. Jetzt sind alle Regeln auf mehreren Seiten zusammengefasst“, erläutert FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. ...weiter im Heft
Hallenrekord auf 2,24 Meter geschraubt
Die 14. Ostfriesische Pferdewoche des RFV Leer und der Turniergemeinschaft Ostfrieslandhalle lockte rund 4.200 Zuschauer in die ostfriesische Kreisstadt. Krönender Abschluss war der Große Preis, aus dem Matthias Janßen im Sattel der Oldenburger Stute Lady Bird als strahlender Sieger hervorging.
Als dritter Starter im Stechen riskierte der Ankumer durch eine kurze Wendung vom dritten zum vierten Hindernis alles und erntete im Ziel mit 34,11 Sekunden 1.000 Euro Siegprämie. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, wischte sich Janßen noch bei der Siegerehrung den Schweiß von der Stirn. Mit Lancelot, seinem zweiten Pferd im Stechen, ritt Janßen als letzter Starter eine „kontrollierte Offensive“ und nahm so in 37,27 Sekunden Rang vier und noch einmal 500 Euro mit nach Hause. Platz zwei im Großen Preis, einem S*-Springen, sicherte sich der 23-jährige Dennis Grüter vom RFV Neuenkirchen/Bramsche mit Sorento. ...weiter im Heft
Alle kommen gern nach Damme
„Training unter Turnierbedingungen“ heißt das Konzept des Teutoburger Reitfestivals mit
seinen fast im Zwei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Turnieren.
Eva Bitter, Katharina Offel, Philipp Weishaupt, Gilbert Böckmann, Ludger und Markus Beerbaum, Marco Kutscher, Jereom Dubbeldam, Jessica Kürten, Alois Pollmann-Schweckhorst – sie alle haben seit August 2009 in der Reitanlage an der Vördener Straße im südoldenburgischen Damme ihre Visitenkarten hinterlassen. Ganz zu schweigen von den regionalen Cracks, die noch häufiger in Damme zu Gast sind. „Sie kommen, um junge Pferde an den Turniersport heranzuführen oder auch um Spitzenpferde nach Krankheits- und Verletzungspausen wieder in Gang zu bringen“, weiß Stefanie Höcker-Krusco, Geschäftsführerin des Teutoburger Reitfestivals von August des letzten Jahres bis April dieses Jahres....weiter im Heft
Service
Funktionell und sicher
Die sportliche Leistung steht beim Wettkampf im Mittelpunkt. Eine gelungene Präsentation sollte nicht durch falsche Bekleidung und Ausstattung verdorben werden.
Wie die richtige Ausrüstung für Pferd und Reiter aussehen muss, wissen Turnieranfänger oft nicht“, beschreibt Silke Gärtner aus Harsefeld die Situation auf den Turnierplätzen. Sie ist in der Richterkommission im Pferdesportverband Hannover stellvertretende Vorsitzende und musste als Turnierrichterin schon oft vor Ort aufklären, was nach Wettbewerbsordnung (WBO) erlaubt ist. Grundsätzlich gilt, dass die Bekleidung funktionsgerecht und sicher sein muss. Das gilt für die klassische Turnierausstattung „schwarz-weiß“ ebenso wie für die alternative Bekleidung entsprechend der Ausschreibung. ...weiter im Heft
Persönliches
Turnierpremiere vor großer Kulisse
Die Nominierung in den Bundesnachwuchskader kam schon ein wenig überraschend. Umso größer war die Freude im Hause Egbers in Haftenkamp: ein großer Sprung auf der Karriere-leiter der 15-jährigen Janet. Nach den erfolgreichen Ponyjahren wechselte
die ambitionierte Dressurreiterin zum Ende vergangenen Jahres ins Pferdelager.
Sie war gerade vier Jahre alt, da schenkten ihr die Eltern ein kleines Pony. Sabine und Wolfgang Egbers stellten so schon früh die ersten Weichen zum Pferdesport. Eine Selbstverständlichkeit, denn die ganze Familie Egbers lebt für und vom Pferdesport. Und hier insbesondere für die Dressur. Sabine und Wolfgang betreiben als Pferdewirtschaftsmeister seit 1986 den Zucht- und Ausbildungsstall Vechtehof. „Ich war schon sehr aufgeregt, als ich mit Tibo auf unserem großen Turnier in der Führzügelklasse ritt“, erinnert sich Janet noch sehr genau an ihren ersten Turnierstart. ...weiter im Heft
"Ich hätte besser reiten müssen"
Am 22. März feiert mit Paul Schockemöhle (Mühlen) eine Ausnahmepersönlichkeit des nationalen und internationalen Pferdesports seinen 65. Geburtstag.
RM: „Welcher Augenblick hat Sie in Ihrer sportlichen Karriere am meisten bewegt?“ PS: „1987 bei den Europameisterschaften in St. Gallen, als ich Deister lahm aus dem Parcours führen musste, weil ich der deutschen FN nachgegeben hatte, zu reiten, obwohl ich eigentlich aufgrund des miserablen Bodens nicht starten wollte.“
RM: „Wie kaum ein anderer Mensch im Pferdesport polarisieren Sie. Woran liegt das?“ PS: „Ich glaube, dass ich schon eine Figur des Reitsports bin. Wenn man nicht gerade ein Verbandsmensch ist, kann man eigentlich nur etwas erreichen, wenn man polarisiert. Wenn man etwas bewegen will, gehört es dazu, gelegentlich Dinge etwas krasser darzustellen als sie tatsächlich sind.“ ...weiter im Heft
Praxis
Vorbereitung für den grünen Teppich
Grün soll sie sein, saftig und frisch, eben und voll, trocken und trittfest: Die ideale Pferdeweide, auf deren weiter Fläche sich Ihre Liebsten zwischen Mai und Oktober tummeln. Um dieses Umfeld zu bestellen, müssen Sie schon früh mit den entsprechenden Pflegemaßnahmen beginnen.
Beste Voraussetzung für eine dauerhafte Beweidung durch Pferde ist eine dichte, geschlossene und gesunde Grasnarbe, die scherfähig und elastisch ist und der starken Trittbelastung durch die Tiere standhält. Eine Pferdeweide ist gleichermaßen Futtergrundlage, Lebensraum, aber auch Spielwiese für den natürlichen Bewegungsdrang der Pferde. Das Pferd als Flucht- und Lauftier legt am Tag bis zu 15 Kilometer auf der Weide zurück. Der Boden wird also multi-faktoriell belastet und muss das aushalten. ...weiter im Heft
Weidezäune – so sicher wie möglich
Eine hundertprozentig ausbruchssichere Einzäunung für Pferde gibt es nicht. Aber gerade deshalb sollte ein Höchstmaß an Stabilität und Sicherheit angestrebt werden.
Der Koppelzaun sollte aber nicht nur stabil und möglichst ausbruchsicher, sondern auch Respekt einflößend, robust, langlebig und kostengünstig sein. Und er darf bei den Tieren keine Verletzungen verursachen. Stacheldraht ist daher tabu und als alleinige Einzäunung sogar tierschutzwidrig. Höhe und Ausführung des Zaunes richten sich unter anderem nach Rasse und Geschlecht der Pferde, nach der Beweidungsform (ganzjährig, zeitweise), nach der Besatzdichte, nach der Größe der Koppel und dem Futterangebot. ...weiter im Heft
Reif fürs eigene Pferd?
Für die meisten Reiter beginnt als Pferdebesitzer eine neue Ära im Reiterleben. Auf dem Weg zum ersten eigenen Pferd gibt es ein paar Regeln, damit nichts schief geht.
Je nach Ziel sollte der zukünftige Pferdebesitzer reiterlich weit genug sein. Auch wer ‚nur’ freizeitmäßig Dressur und im Gelände reiten möchte, sollte sich auch dann sicher im Sattel halten können, wenn das Pferd mal ein bisschen ‚lustiger’ ist“, meint Natalie Heinrich, Trainerin-A aus Hamburg. Der Reiter sollte sich erfahren genug für ein eigenes Pferd fühlen und wissen, woher er Unterstützung beim Reiten und in allen anderen Fragen rund ums Pferd bekommt. ...weiter im Heft