FEBRUAR 2012



Sport

"Sorgenliste" von Vereinen und Betrieben
Wie stellen sich Vereine und Pferdebetriebe für die Zukunft auf, wie viel Ausbildungsarbeit wird an der Basis geleistet, wie hoch ist der Schulpferdebestand, welche Probleme brennen besonders unter den Nägeln? Diesen und vielen anderen Fragen versucht der neue Sportentwicklungsbericht Pferdesport (SEB) auf den Grund zu gehen.
Der SEB 2011 ist bereits die zweite Auflage nach 2009 und Bestandteil der Initiative „Vorreiter Deutschland“. An der Befragung nahmen 1.185 Vereine und 573 Pferdebetriebe teil, dies entspricht einer repräsentativen Größenordnung, die eine Hochrechung zulässt. Und der SEB 2011 macht (wie auch schon 2009) klar: Rosig sind die Zeiten nicht. Sowohl Vereine (22 Prozent) als auch Betriebe (18 Prozent) kämpfen gegen mindestens ein existenzielles Problem. Die Probleme stellen sich naturgemäß unterschiedlich dar. ...weiter im Heft

Persönliches

Pferdesport im "Doppelpack"
Auf dem Hof Deecke in Lachendorf dreht sich fast alles um die Pferde. Schon seit Generationen ist der landwirtschaftliche Hof mit seinen 200 Hektar Land im Familienbesitz. Aus der hannoverschen Pferde- und Ponyzucht von Rolf und Birgit Deecke entstammen mittlerweile zehn gekörte Hengste und 25 Staatsprämienstuten. Ein weiterer Betriebszweig ist die Schweinemast. Zudem hat die Familie seit einigen Jahren eine Beteiligung an zwei Biogasanlagen, um die sich der begeisterte Jäger und Hundeführer Rolf Junior hauptsächlich kümmert.
In dieses Umfeld wurden am 2. Oktober 1994 die beiden Mädchen Larissa und Miriam als Nesthäkchen geboren. Drei Geschwister freuten sich üer die Zwillinge: die damals zwölfjährige Anne-Katrin, die zehnjährige Kristin und der einzige Junge, Rolf, acht Jahre alt. Schon im „Pampers-Alter“ fingen die Mädchen an zu reiten. Sockenpaul war ihr erstes Pony, dann kamen Biene und Pucky dazu. Mit Dino bestritten Larissa und Miriam ihre ersten Turniere von der Führzügelklasse bis zur E-Dressur. ...weiter im Heft

Praxis

Der seitwärts treibende Schenkel
Das neue Aufgabenheft 2012 birgt einige Neuerungen. Deutlich aufgewertet wird unter anderem das „Viereck verkleinern und vergrößern“, wird es doch nun auf A**-Niveau sogar im Trab verlangt. Hier steht der seitwärts treibende Schenkel im Fokus.
Bei jeder Bewegung des Pferdes im Viereck ist der seitwärts treibende Schenkel des Reiters von großer Bedeutung – auch wenn es auf den ersten Blick meistens einfach vorwärts zu gehen scheint. So spielt er von Beginn an bei der Ausbildung des Pferdes eine wichtige Rolle. Entscheidend ist dabei nicht etwa der dauerhafte oder auch nur häufige Einsatz des tatsächlich seitwärts treibenden Schenkels, sondern die grundsätzliche Sensibilisierung des Pferdes für diese Form der reiterlichen Einwirkung. ...weiter im Heft

Intensiv-Kur
„Eigentlich sind wir gut vorbereitet...“, meint Wenke Liebermann aus Braunschweig zögernd. Sie möchte mit ihrem Westfalenwallach Ferdinand 2012 erstmals in L-Dressuren starten. Doch da die beiden nur unregelmäßig Unterricht haben, ist die Reiterin sich über den aktuellen Ausbildungsstand unsicher. „Ich brauche jemanden der mir sagt, ob wir auf dem richtigen Weg sind“, meint die 25-jährige.
Im Frühjahr ist Hochkonjunktur für Lehrgänge jeder Art. Besonders Turnierreiter möchten vor dem Start in die Saison überprüfen, ob sie für die geplanten Starts entsprechend vorbereitet sind. Aber auch Freizeitreiter nehmen gerne Lehrgangsangebote an, um fit und sicher in die kommende Ausreitsaison zu starten. Neben Dressur-, Spring- oder sonstigen Lehrgängen über ein Wochenende, werden Ausbilder- oder Reitabzeichen-Lehrgänge angeboten, die mehrere Wochen dauern. ...weiter im Heft

Hier zählt jede Minute
Kolik ist an sich keine Krankheit, sondern ein Oberbegriff für krampfartige Schmerzen im Bauch des Pferdes. So bezeichnet dieser Begriff lediglich Symptome, deren Ursachen vielfältig sein können. Unter anderem können sowohl der Magen als auch der Dickdarm, der Dünndarm, der Blinddarm oder auch die Blase betroffen sein.
Koliken können sehr mild, aber auch unmittelbar lebensbedrohend sein. Leider lässt sich selten auf einen Blick feststellen, welcher Fall der Erkrankung akut vorliegt. Eine Kolik sollte deshalb immer als Notfall behandelt werden. Das heißt in der Folge: Von Eigenbehandlungen sollte grundsätzlich abgesehen werden. Eine Kolik ist immer ein Fall für den Tierarzt. ...weiter im Heft

Zucht-Spezial

Rittig soll sie sein
Während Hengstleistungsprüfungen häufig mit Argusaugen beobachtet werden und einen hohen Stellenwert bei den Zuchtverbänden und Züchtern haben, scheinen Leistungsprüfungen für Stuten weniger interessant zu sein. Tatsächlich aber geben sie nicht nur Hinweise auf die Eignung der Stute selbst als Reitpferd, sondern können auch ihren Wert steigern.
Viele der Stuten werden bereits dreijährig zur Leistungsprüfung geschickt. Andere bekommen in diesem Alter ihr erstes Fohlen, werden im Anschluss angeritten und erst im Alter von vier Jahren vorgestellt. Neben der Zuchtbuchaufnahme und der Bewertung bei einer Zuchtschau ist die Leistungsprüfung für Zuchtstuten sowohl für den späteren Einsatz im Sport als auch in der Zucht richtungweisend: Die Züchter oder Reiter haben die Möglichkeit, das Potenzial ihres Pferdes von Experten ausloten zu lassen. ...weiter im Heft

Das Fohlen-ABC
Fohlen sind naturgemäß überaus lernfähig, besonders in den ersten Lebensmonaten erkunden sie ihre Umwelt sehr intensiv.
Der Grundstein für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Mensch und Pferd kann schon beim Saugfohlen gelegt werden. Alles, was der Nachwuchs jetzt als ungefährlich kennen lernt, wird ihn auch im Erwachsenenalter nicht ängstigen. Solange die Mutterstute in der Nähe ist, fühlt sich das Fohlen sicher und kann unbekümmert auf Entdeckungsreise gehen – jetzt sind Fohlen sehr aufnahmefähig für alles Neue. ...weiter im Heft

Inhalt






Das nächste Heft erscheint am 29. Februar




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