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Praxis-Tipps

Die S-Dressur
Sie wollen einmal neben oder besser noch vor Isabell Werth in der Siegerehrung stehen? Dann kommen Sie an den Lektionen der schweren Klasse nicht vorbei. Hier wird nun endgültig alles abverlangt, was sich nach klassischen Prinzipien reiten lässt: Serienwechsel, Pirouetten, Zick-Zack-Traversalen und natürlich nicht zu vergessen Piaffe und Passage.
Ihnen stehen allein schon bei der Nennung dieser Lektionen die Haare zu Berge? Sie sagen sich, „das schaffe ich nie“ und führen das fehlende Lampenaustretpotenzial Ihres Pferdes oder Ihre reiterliche Normalbegabung ins Feld – dann sei Ihnen jetzt und hier gesagt: diese Lektionen haben etwas mit korrektem Reiten zu tun und das ist lernbar. Zumal wir Sie ja auch wieder durch die wichtigsten Klippen der schweren Klasse durchlotsen werden. ...weiter im Heft

Die M-Dressur
Mit ein bisschen Durchlässigkeit und ein bisschen Versammlung sind Schulterherein, Traversalen, versammelte oder starke Tempi in allen drei Grundgangarten, Schrittpirouetten und – als Sahnehäubchen - fliegende Wechsel in der Klasse M nicht mehr zu meistern.
Da hilft nur eins: den Winter fleißig zum Üben nutzen, damit in der Turniersaison im Sommer die Lektionen der Klasse M abrufbar sind. Ganz ehrlich: Gehen Ihnen und Ihrem Pferd Lektionen wie versammelte Tempi im Trab und Galopp, Außengalopp und einfacher Wechsel, Hinterhandwendung sowie das Reiten auf Kandare leicht von der Hand? Oder harkt es noch so an manchen Ecken und Enden? ...weiter im Heft

Die L-Dressur
Nehmen Sie das „Leicht“ bei der L-Dressur nicht zu leicht. Der Sprung von A nach L ist größer, als vielfach angenommen, schließlich wird in dieser Klasse erstmals die gesamte Skala der Ausbildung abgefragt.
Das „L“ bezieht sich auf den Versammlungsgrad, der in den Klassen M und S dann immer weiter gesteigert wird bis zur höchsten Versammlung auf Grand Prix-Niveau.  Wir lotsen Sie wieder durch die Knackpunktlektionen Kurzkehrtwendung, Außengalopp und einfacher Galoppwechsel – und fangen mit dem Wichtigsten an, der Versammlung.
Versammlung ist zwar einfach zu erklären, aber nicht einfach zu reiten. In der Versammlung beugen sich die Hanken (Hüft- und Kniegelenke) vermehrt und die Hinterbeine fußen deutlich unter den Schwerpunkt. Das entlastet die Vorderbeine, das Pferd kann sich freier tragen, geht „bergauf“.
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Erfolgreich in A-Dressuren
Damit es mit der Schleife in der A-Dressur klappt, gehen wir hier die Knackpunkte durch. Eins vorweg – in einer A-Dressur wird Basisarbeit abgefragt. Durchlässigkeit und Gehorsam beim Pferd, Sitz und Einwirkung beim Reiter. Wer hier punktet, für den ist der Weg in die höheren Klassen und damit zu schwierigeren Aufgaben offen.
Wie im richtigen Leben beginnt aller Erfolg mit der gelungenen Vorbereitung. Dazu gehört regelmäßiges Reiten von Aufgaben. Nicht immer das komplette Programm. Aber Teile daraus. Wer nämlich seine Volten nur dann reitet, wenn gerade alles passt, betrügt sich selbst. Ein wichtiger Leitsatz allen Trainings: Sie müssen zu jeder Zeit alles reiten können – ob gerade Mitteltrab oder Zügel-aus-der-Hand-kauen-lassen verlangt wird. ...weiter im Heft

Vorbereitung auf die Saison
Die von Reitern wie Pferden sehnsüchtig erwartete Freiluftsaison steht vor der Tür. Wir geben Ihnen Tipps, damit der erste Ausritt ein Vergnügen und kein Abenteuer wird.
Scheuen, Wegrennen oder Kleben sind keine Untugenden des Pferdes, sondern zunächst einmal natürliche Selbstschutzmechanismen des Pferdes in Situationen (vermeintlicher) Gefahr. Damit das Pferd lernt, dass es seine instinktiven Verhaltensmuster des Fluchttieres unter dem Sattel nicht mehr für seine eigene Sicherheit braucht, muss der Reiter immer wieder an den vertrauensbildenden Maßnahmen arbeiten. Losgelassenheit und Rittigkeit heißen dabei die Zauberwörter. ...weiter im Heft

Pferdeverhalten
Steigen, auf dem Absatz kehrt machen, wegrasen – wenn mit Ihrem Vierbeiner im wahrsten Sinne des Wortes die Pferde durchgehen, sind meist die Instinkte schuld. Das Flucht- und Herdentier Pferd funktioniert nach eigenen Gesetzen – die man kennen sollte und regulieren kann, damit es nicht gefährlich wird.
Es wird Frühling, ein laues Lüftchen - Ihr Pferd hat sich, nach absolviertem Training in der Halle, eine gemütliche Bummelrunde ins Gelände verdient. Also Bügel kurz, Zügel lang und los. Doch schon nach etwa hundert Metern ist Schluss mit lustig. Mit einem Riesensatz springt das Pferd zur Seite und befördert Sie fast aus dem Sattel. Den Anlass für diese „Rette sich wer kann“-Aktion werden Sie allerdings wohl nie erfahren ... ...weiter im Heft

Hilfsmittel
Bevor Sie sich als Reiter alle möglichen Hilfsmittel zusammen suchen, um Ihren Vierbeiner auf Trab zu bringen, eine ehrliche Antwort: Können Sie überhaupt entspannt und losgelassen auf dem Pferd sitzen? Beherrschen Sie die Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen in all ihren Spielarten, beidseitig belastend, einseitig belastend, entlastend, vorwärtstreibend, seitwärtstreibend, verwahrend...?
Die Beantwortung der Fragen zielt auf zweierlei ab. Erstens können Probleme, wie ein klemmender Schenkel oder eine starre Hand der Grund dafür sein, dass Ihr Pferd nicht „elektrisch“ auf die Hilfen reagiert. Wer sein Pferd mit einem fehlerhaften Sitz „festhält“, braucht sich über dessen mangelnde Gehfreude nicht zu wundern. ...weiter im Heft

Probereiten
Ob es um den Kauf eines Vierbeiners oder die Entscheidung über eine Reitbeteiligung geht – beim Probereiten müssen Sie innerhalb kurzer Zeit zu einem Urteil über den Charakter und den Ausbildungsstand eines Pferdes kommen. Am wichtigsten ist allerdings die Beantwortung der Frage: Passen Pferd und Reiter wirklich zusammen?
Jede zweite Beziehung im Pferdesport scheitert“ – übertitelte die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) einmal eine Broschüre und gab zehn „Beziehungstipps“ für die gelungene Partnerschaft zwischen Reiter und Pferd. Damit Sie nicht zu den 50 Prozent der „Gescheiterten“ zählen, sollten Sie bei Ihrem Pferde-Casting nicht nur auf Emotionen setzen. Der wunderschöne Rappe mit den treuherzigen Augen, den Sie sofort in Ihr Herz schließen, kann sich unter dem Sattel als das genaue Gegenteil von Black Beauty entpuppen. ...weiter im Heft

Winterarbeit
Es ist kalt, regnet oder schneit sogar – kurz, die Hallensaison ist in vollem Gange. Damit Sie und Ihr Pferd im Winterhalbjahr keinen Hallenkoller bekommen – hier ein paar Tipps zum Motivationserhalt.
Kein Winterthema ohne die leidige Frage: Decke oder keine Decke? Dazu etwas Grundsätzliches: Pferde sind dank ihres Fells Meister in Sachen Temperaturregulation. Eine Toleranz bis hin zu deutlichen Minusgraden ist längst wissenschaftlich belegt. Die Sorge, Ihr Vierbeiner könnte genau wie Sie „vor Kälte mit den Zähnen klappern“, ist also unbegründet. Das längere Winterfell bestimmt aber auch die Trainingsintensität. Schließlich kann Ihr Pferd nicht sein dickes Fell, wie Sie Ihre Jacke, an der Hallenbande ausziehen und dort nach dem Reiten wieder abholen. ...weiter im Heft

Halten
Ob am Putzplatz, beim Schmied, zum Überqueren einer befahrenen Straße, während des Nachgurtens oder beim Gruß in einer Dressurprüfung, Pferde müssen lernen, stehen zu bleiben. Für von Natur aus gelassene Pferde meist kein Problem, für Pferde mit etwas höherer Drehzahl eine echte Herausforderung.
Ruhiges Stehenbleiben an der Hand oder unter dem Reiter hat viel mit Gehorsam zu tun und Gehorsam wiederum viel mit Sicherheit. Eigentlich gehört das Halten bereits auf den Stundenplan von Fohlen und Jungpferden, doch leider nehmen es Züchter/Aufzüchter nicht immer so genau mit der Grundschule. Zwar lernt Hans noch, was Hännschen nicht lernte. Kommt es bei den Halbstarken zu Diskussionen, sollten Sie die durch ruhiges und konsequentes Vorgehen möglichst schnell zu Ihren Gunsten beenden. ...weiter im Heft

Sicherheit
Wenn 500 oder 600 Kilogramm nicht das tun, was sie tun sollen, wird es schnell gefährlich. Genauso gefährlich: wenn aus Routine oder Eile Nachlässigkeit wird. Damit Sie und ihr Pferd möglichst von selbst verschuldeten Unfällen verschont bleiben, hier ein paar Sicherheitstipps.
Wer in der Fahrschule sitzt, bekommt vor allen Dingen einen Satz immer wieder zu hören: Rechnen Sie mit dem Fehlverhalten anderer. In die Reitersprache übersetzt: Rechnen Sie mit dem (Fehl)Verhalten des Pferdes und der Mitreiter. Wir beginnen unseren Sicherheitscheck bei Ihnen zu Hause. Ja, Sie haben richtig gehört! Schon mit der richtigen Ausrüstung, also gutem Schuhwerk, fängt es an. ...weiter im Heft

Junge Springpferde
Für die Ausbildung von vierbeinigen Spring-Grünschnäbeln gilt vor allem eins: immer langsam mit den jungen Pferden. Vermögende Jumper bieten meist mehr an, als sie im Alter von drei oder vier Jahren allein aus Gründen der körperlichen Entwicklung vertragen können.
Junge Springpferde sind vielen Reitern und auch Ausbildern ein Graus. Warum? Weil das jugendliche Alter des Vierbeiners ein sehr strenges Maßhalten mit dem Einsatz von (höheren) Sprüngen und vor allem dem Parcoursspringen fordert. Statt dessen ist viel Basisarbeit gefragt: Gymnastizieren, Vorwärts-abwärts-reiten, einzelne, kleine Sprünge anreiten ... – man könnte es auch als Dressur bezeichnen – und welcher Springreiter reitet schon gerne Dressur. Aber es hilft nichts, da müssen Sie durch: ihr Pferd wird es ihnen mit bestem Springen danken. ...weiter im Heft

Kandare
Die Kandare ist ein Hilfsmittel zur Kommunikation zwischen Reiterhand und Pferdemaul, kein Zwangsmittel. Richtig eingesetzt, verfeinert sie die Verständigung zwischen Reiter und Vierbeiner.
Ihr Pferd hat die Gewöhnungsphase (erfolgreich) hinter sich? Es hat gelernt, unter dem Reitergewicht taktmäßig und losgelassen bei feiner Anlehnung Schritt, Trab und Galopp zu gehen und befindet sich auf dem Weg zu ersten versammelnden Lektionen, die die Trag- und Schubkraft entwickeln und fördern? Sie selbst verfügen über einen ausbalancierten Sitz mit feiner Zügeleinwirkung? Dann steht ersten Versuchen mit vier Zügeln nichts mehr im Wege. ...weiter im Heft

Loben im Training
Klopfen, Streicheln, „Braaav!“, Zügel lang lassen und Schritt reiten oder Leckerlis – die Möglichkeiten, Ihr Pferd für eine gelungene Lektion oder richtiges Verhalten zu loben, sind vielfältig. Genau wie die Varianten, ihrem Pferd Fehler zu signalisieren. Lob und Strafe richtig eingesetzt, erspart viele Trainingskilometer.
Wenn Sie die Wahl hätten, würden Sie sich sicherlich für einen Reitlehrer entscheiden, der Dinge ausführlich erklärt, Geduld mit Ihnen hat und kleinste Lernerfolge sofort mit einem Lob quittiert, statt eines Brüllaffen, bei dem ihnen schon der Angstschweiß ausbricht, wenn Sie nur den Fuß in die Reitbahn setzen. Ihrem Pferd geht es nicht anders. Methoden, wie „und bist du nicht willig, brauch’ ich Gewalt“, haben maximal kurzfristigen Erfolg, indem sie Unterwerfung, aber nicht Mitarbeitswillen erzeugen. ...weiter im Heft

Handarbeit mit dem Pferd
Auch wenn man Besitzer einer langen Touchier-Gerte ist, die Handarbeit sollte einem erfahrenen Profi überlassen werden. Die Gefahr, dem Pferd mit falschen Hilfen oder durch Überforderung den Spaß an Halben Tritten und schließlich der Piaffe zu nehmen, ist enorm groß.
Für Jonny Hilberath macht Handarbeit nur Sinn, wenn das Pferd die körperliche und seelische Reife dazu besitzt. „Das lässt sich nicht vom Alter abhängig machen. Es gibt Pferde, die sind schon sechsjährig für erste, ganz vorsichtige Versuche geeignet und dann gibt es Kandidaten, die zum Beispiel wegen ihrer großen Übersetzung im Trab noch deutlich länger brauchen, bevor man mit Handarbeit beginnen sollte.“ Entscheidend ist für den Ausbilder das Gefühl auf dem Pferd: „Ein Pferd muss durch die Arbeit Balance, Takt, Schwingung und Durchlässigkeit besitzen - und ganz wichtig: sich selbst versammeln können.“ ...weiter im Heft

Anreiten
Sie träumen davon, ihr junges Pferd selbst einzureiten? Die setzt meisterhaftes Können und langjährige Erfahrung voraus. Wenn Sie hier selbstkritisch Abstriche machen müssen, sollten Sie das Einreiten lieber einem Profi überlassen.
Ob Aufhalftern, Putzen, Longieren, Aufsitzen, erstes Galoppieren - beim jungen Pferd steht alles unter dem Begriff Gewöhnungsphase. Machen Sie es Ihrem Pferd durch immer gleiche, ruhige und konsequente Abläufe angenehm. Unter Stress lernt es sich nämlich nicht gut. Am effizientesten lernt es sich mit Lob: doch nur ein unmittelbares (!) Lob mit der Stimme oder durch Klopfen am Hals wird vom Pferd mit der richtig gelösten Aufgabe in Verbindung gebracht. ...weiter im Heft

Galopp-Pirouetten
Klappen sie oder klappen sie nicht? Die Galopp-Pirouetten gehören zu den Highlights oder Klippen von Dressurprüfungen ab Klasse S. Vom Pferd verlangen sie Balance, Elastizität und vor allem Kraft, vom Reiter Technik und Feingefühl.
Der in Pirouetten geforderte höchste Versammlungsgrad des Galopps spielt auch beim Springreiten eine Rolle. Besonders in der Halle spart man im Parcours wertvolle Sekunden, wenn das Pferd „auf dem Absatz kehrt“ machen kann. „Das A und O zum Entwickeln der Pirouette sind Stellung und Biegung des Pferdes im Galopp bei entsprechender Balance“, erklärt Jonny Hilberath. Im Training von Inga von Helldorf auf dem jetzt siebenjährigen Hengst His Highness legt er größten Wert darauf, „dass das Pferd den inneren Schenkel akzeptiert und sich über den inneren Schenkel an den äußeren Zügel heranreiten lässt. ...weiter im Heft

Springen über Wassergräben
„Hätten Pferde tatsächlich Angst vorm Wasser, würden sie es nicht saufen“, lautet Karl Brocks knappe Antwort, wenn seine Schüler von Problemen beim Springen von Wassergräben berichten. Der frischgebackene Sieger im Großen Preis von Aarhus in Dänemark gibt hier Tipps für das Springen von Wassergräben und für das Meistern sonstige Klippen im Parcours.
Gerade in der Hallensaison sind Rhythmus, Rittigkeit, Balance, Kondition und Vertrauen beim Springpferd gefragt. Die Parcours sind eng gestellt und die Abfolge der Sprünge folgt schnell hintereinander. Da bleibt kaum Zeit zum Luftholen. „Schon beim Abgehen solch eines Parcours muss ich genau erkennen, wo welche Probleme lauern und wie ich sie vermeiden kann“, erklärt Karl Brocks. ...weiter im Heft

Dressurausbildung
„Das Pferd muss lernen, ein Stück Verantwortung zu über nehmen“, lautet ein Zentralsatz bei Jonny Hilberaths Training von Pferden, die fünfjährig in der Winterarbeit erste Versammlungsgrade erreichen sollen. Was das Zauberwort „Verantwortung“ meint, und den Weg dahin vollzieht exemplarisch der Hengst Damsey unter seiner Ausbilderin Inga von Helldorff nach.
Schon in der Lösungsphase legt Jonny Hilberath Wert auf ein völlig losgelassenes Pferd. Ruhiger Takt, unter die Körpermitte arbeitende Hinterbeine, ein sich aufwölbender Rücken, fallender Hals und ein an die Hand Herandehnen. „Deutliches Zeichen für die innere und äußere Entspannung des Pferdes ist das Abschnauben“, erklärt er. Wichtig ist ihm schon in diesem frühen Stadium das aufwandslose Reiten: „Damsey bringt von Hause aus hervorragendes Bewegungsvermögen sowie Ehrgeiz und Nerv mit.“ Orientierung soll ihm allein der Sitz seiner Reiterin geben ... ...weiter im Heft

Galoppieren – aber richtig
„Bei meinen Lehrgängen stelle ich immer wieder fest, dass die meisten Reiter Probleme mit dem Galopp haben. Dabei ist rhythmisches und kontrolliertes Galoppieren das A und O für eine gute Leistung im Parcours,“ fasst Springreiter Karl Brocks seine Erfahrung in der Ausbildung von Reitern zusammen.
Die Anforderungen im Parcours sind technischer geworden – entschieden werden Springen heute nicht mehr nur durch die Höhe und Weite der Sprünge, sondern durch die Wege dazwischen. Wer die ideale Linie findet und sich und seinem Pferd die Distanzen passend macht, hat die besten Karten.
Mal nachgefragt: Können Sie sofort aus dem Stehgreif sagen, was Ihr Pferd für einen Galoppsprung hat – kurz, mittel oder lang - und wie sich das auf Ihr Reiten zwischen den Sprüngen auswirkt? Nein, nicht wirklich? Genau mit dieser Analyse aber fängt das Springreiten an ...
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Vorwärts-abwärts-Reiten
„Stell’ ihn tiefer ein!“ Ein immer wieder fröhlich durch die Reithallen der Republik schallendes Kommando. Dass das Pferd den Kopf runter nehmen und den Hals krumm machen soll, weiß wohl jeder Reiter. Das „Warum?“ und vor allem das „Wie?“ ist dagegen schon weniger bekannt.
Das Vorwärts-abwärts-Reiten ist, wie so vieles beim Reiten, keine Erfindung der Reitlehre, sondern liegt in der Anatomie des Pferdes begründet. Ein kurzer Ausflug in das Innere des Pferdes  wird das „Warum?“ des Vorwärts-abwärts-Reitens sofort klar machen. Der Rücken des Pferdes funktioniert als eine Art Brücke zwischen Vor- und Hinterhand. Diese Brücke besteht aus 18 Rückenwirbeln und sechs Lendenwirbeln. Kleine Gelenke, Bänder und Muskeln verbinden diese Wirbel ...
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Das nächste Heft erscheint am 29.09.2010


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